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Der Traum von Europa lebt / McCann launcht Studie über die Einstellungen von mehr als 15.500 Europäern

Frankfurt, 06.12.2018

Gerade junge Europäer sehen die Zukunft Europas optimistisch, schätzen Vielfalt und überraschen mit neuen Gestaltungsideen / Europa macht Deutschland zum Trendsetter, während die Deutschen sich konservativer einschätzen/ Von Marken erwarten die meisten Europäer Haltung – Das sind die hoffnungsvollen und fundierten Erkenntnisse der neuen Studie „Truth about New Europe“ der Werbeagenturgruppe McCann Worldgroup. Befragt wurden mehr als 15.500 Menschen in 15 Ländern Europas.

Optimismus und neue Gestaltungsmöglichkeiten
Das Europa der Chancen und der Hoffnungen. Ja, es gibt es noch – jenseits der vielen negativen Schlagzeilen. Mehr als 80 Prozent der Europäerinnen und Europäer sehen in der Vielfalt des Kontinents den größten Vorteil. So wird Europa nicht nur als Ort, sondern auch als Kultur, Zivilisation und Idee gelobt. Mehr als 66 Prozent der Befragten sehen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Obwohl Vorurteile und Stereotypen nur schwer aus den Köpfen wegzubekommen sind. Und die Mehrheit der Europäer sieht den Heimatkontinent klar in einer weltweiten Führungsposition. 77 Prozent gehen von einem zunehmenden Einfluss aus. 53 Prozent fühlen sich, egal wo in Europa, zuhause. Und die Mehrheit bleibt optimistisch und will Europa neugestalten. 59 Prozent erwarten, dass der Kontinent in Zukunft näher zusammenrückt. Die EU sehen 62 Prozent als Chance. 55 Prozent wollen das Konzept der Staatsbürgerschaft flexibler gestalten. 82 Prozent träumen von einem High-Speed-Zug, der die großen Metropolen verbindet. Genau 45 Prozent sind stolz auf ihre historischen Sehenswürdigkeiten und Monumente, 40 Prozent stolz auf ihre natürlichen Sehenswürdigkeiten. Nur 16 Prozent sehen im Tourismus einen Schaden für ihre lokale Kultur. Zudem suchen 63 Prozent der Europäer immer nach neuen kulinarischen Inspirationen.
Zu diesen optimistischen Insights kommt eine neue Studie der Intelligence Unit „Truth Central“ der Werbeagentur McCann Worldgroup. Die Studie fragt regelmäßig weltweit nach Einstellungen, Werten und Erwartungen der Menschen an Marken, Unternehmen und Institutionen. Nach letzten Studien über Jugend, Alter und globalen Marken folgt nun die erste Befragung zum Thema Europa. Für „Truth about New Europe“ wurden mehr als 15.000 Europäer in 15 Staaten befragt, darunter Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Polen, Rumänien, Dänemark, Finnland, Schweden, Spanien, Norwegen, Tschechien, Großbritannien und Irland. Die Studie zeichnet ein optimistisches Bild der Menschen von ihrem Heimatkontinent und ihren Nachbarstaaten. Im Gegensatz zum Eurobarometer erfasst sie detailliert auch konkrete Ideen für die Gestaltung des Zusammenlebens, von Integration, Digitalisierung und Nachhaltigkeit und liefert vor allem Unternehmen und Marken strategische Erkenntnisse.
„Natürlich gibt es das Europa der Spaltung, der kriselnden Volksparteien, der Populisten und Nationalisten. Aber in der ganzen Aufregung um die negativen Schlagzeilen übersehen wir, dass mehr als die Hälfte der Europäerinnen und Europäer die europäische Vielfalt schätzt, hoffnungsvoll ist und ganz neue Ideen für die erfolgreiche Transformation ihrer Gesellschaften und der Union haben,“ sagt Ruber Iglesias, CEO, McCann Worldgroup Deutschland.

Chance für Marken mit klarer Haltung
Die Studie „Truth about New Europe“ lenkt die Aufmerksamkeit erstmalig auf Europa. Sie knüpft dabei einerseits an die beiden „Truth about Global Brands“- Studien an, die weltweit die Rolle von Marken und Unternehmen für die Gesellschaft beleuchten. Andererseits geht sie weit darüber hinaus und fragt auch nach dem Zusammenhalt, den Auswirkungen von Digitalisierung und Tourismus, Mobilität und Internet. Auch in Europa werden weiterhin große Hoffnungen in Marken gesetzt. 71 Prozent der Europäer erwarten von Marken, dass sie eine größere Rolle darin spielen sollten, Europa näher zusammenzubringen. Europäer erwarten von Marken, dass sie „wahrhaftig“ (32 Prozent), „transparent“ (31 Prozent) und „die Erde schützen“ (40 Prozent) sollen. Mehr als 81 Prozent der Befragten erhoffen sich von ihnen einen positiven Beitrag für die Welt, für Diversität, Umweltschutz oder beispielsweise Gerechtigkeit. Zudem geben 73 Prozent der Europäer an, weniger besitzen und mehr teilen zu wollen. Und 79 Prozent der Befragten glauben, dass europäische Firmen mehr zusammenarbeiten sollten, um Probleme besser zu lösen.
„Egal ob beispielsweise bei Nike, Starbucks oder L’Oréal – in unseren polarisierten Gesellschaften erwarten gerade junge Menschen von Marken eine klare Haltung für Freiheit, Integration, Diversität und Nachhaltigkeit. Das ist eine große Chance für Unternehmen und die Gesellschaften, die viel Anlass zu Optimismus gibt, egal ob bei großen Beauty-, Automobil- oder Retailmarken,“ sagt Alison Segar, Chief Strategy Officer, McCann Worldgroup Deutschland.

Hoffnungen ruhen auf Deutschland als Impulsgeber
Überraschenderweise wird vor allem mit Deutschland die Erwartung verbunden, Impulsgeber und Trendsetter für eine erfolgreiche Zukunft des Kontinentes zu sein. Die Fremd- und Eigenwahrnehmung der Bundesrepublik klaffen damit weit auseinander, wie „Truth about New Europe“ herausgefunden hat. Während fast alle anderen europäischen Bevölkerungen in Deutschland den Kern erfolgreicher Transformation sehen, weisen die Deutschen diese Rolle lieber den Franzosen zu. Und auch in Bezug auf die Zukunft Europas sind die Bundesbürger skeptischer als ihre Nachbarn. Nur 39 Prozent der befragten Deutschen glauben, dass das Leben in Europa sich in zehn Jahren verbessern wird. Eine der niedrigsten Angaben aller befragten Nationen. Bei der hypothetischen Frage, welche Kultur Europa annehmen sollte, wenn es eine einheitliche gäbe, wählten Franzosen und Polen die Deutsche, während die Deutschen die Schweizerische auswählten.
„Die Deutschen sind generell etwas skeptischer als ihre europäischen Nachbarn. Vom Land der Dichter und Denker über die deutsche Ingenieurskunst bis hin zum Gastgeber des Sommermärchens – unsere Studie zeigt, dass wir viel offener, lockerer und vor allem kreativer sein könnten, als wir uns das selber zutrauen – in Unternehmen, als Marken und Agenturen,“ sagt Sebastian Hardieck, Chief Creative Officer, McCann Worldgroup Deutschland.

McCann Worldgroup stellt die Studie exklusiv Kunden und Neukunden zur Verfügung. Einen kleinen Einblick finden Sie unter: http://www.mccannworldgroup.de/fileadmin/mrm-mccann/mwg/pdf/McCann_TANE_DE.pdf