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Porno-Darsteller klagen an: „Frauen verdienen 30 Prozent mehr als wir.“

Madrid, 10.04.2017

Madrid/ Frankfurt am Main, 10. April 2017. Alle Menschen gelten als gleich. Doch die Realität ist eine andere, wie McCann Madrid jetzt in einem neuen TV- und Social Media-Spot thematisiert. Veröffentlicht zum Egal Pay Day in den Vereinigten Staaten von Amerika greift der Spot die Ungleichbezahlung von Männern in der weltweiten Pornoindustrie auf. Verzweifelte Männer erheben ihre Stimme und weisen darauf hin, dass Frauen in ihrer Branche etwa 30 Prozent mehr verdienen als sie – bei gleicher Arbeit. Die Kampagne ist eine ironische von McCann Madrid für International Business Women (IBWOMEN), einer Nicht-Regierungsorganisation für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Sie ruft weltweit dazu auf, die Gleichbezahlung von Männern und Frauen durchzusetzen und die berufliche Entwicklung von Frauen zu fördern.

„Meine Mutter sagte mir immer, dass wir alle gleich sind“, sagt ein sportlicher junger Mann. Seine Stimme ist sanft, er ist enttäuscht, fischt resigniert Blätter aus einem Swimming-Pool. Im Hintergrund spielt ein Klavier traurige Musik. „Ich habe nichts gegen Frauen. Meine Mutter ist eine Frau, meine Schwester, meine Freundin,“ sagt ein anderer Mann von etwa Mitte dreißig im Holzfällerhemd. „Es gibt einfach nichts, was wir tun können,“ beklagt ein dritter mit freiem Oberkörper, „sie werden einfach besser bezahlt.“ Und ein vierter Mann pflichtet seinen Kollegen bei: „Obwohl die Verfassung uns gleichstellt, verdienen Frauen einfach mehr.“

Vier Männer, vier Schicksale von vielen, ein grundlegendes, weltweites Defizit. Die vier Männer arbeiten in der Pornoindustrie, in der Frauen etwa 30 Prozent mehr verdienen als Männer. McCann Madrid hat die vier Männer befragt und für die Nicht-Regierungsorganisation IBWOMEN einen neuen TV- und Social Media-Spot entwickelt, in dem mit einem ironischen Twist die Absurdität und Ungleichheit in der Bezahlung von Frauen in allen anderen Branchen angeklagt wird. Denn ausschließlich in der weltweiten Pornoindustrie verdienen Frauen mehr als Männer.

Das Video ist Teil einer Kampagne unter dem Titel „ObsceneGap“, die die anhaltende Ungleichbehandlung von Frauen weltweit auf die Agenda setzt. Anlass ist der Equal Pay Day in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Kampagne basiert auf Studien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Weltwirtschaftsforums (WEF), die prognostizieren, dass bei den bisherigen Anstrengungen, die obszöne Kluft in der Bezahlung von Frauen und Männern erst im Jahr 2152 geschlossen würde.

McCann Madrid und IBWomen rufen dazu auf, an einer Online-Petition teilzunehmen und fordern von Unternehmen auf der ganzen Welt, die Gehaltsunterschiede von Frauen und Männern offenzulegen und die Kluft in der Bezahlung zu schließen.

„Werbung kann durch Kreativität Entrüstung auslösen. Genau das war unser Ziel mit der Kampagne für IBWomen,“ sagt Monica Moro, Chief Creative Officer, McCann Madrid, “die provokante Frage, die wir also aufgreifen, lautet: müssen Frauen wirklich in die Pornographie gehen, um mehr als Männer zu verdienen.“

„Der Film greift auf ironische Art und Weise das Missverhältnis auf und nennt die Ungleichbezahlung von Frauen und Männern beim Namen: obszön,“ sagt Maria-Jesus Alonso, Vorsitzende, IBWOMEN, „spielen wir diese Ungerechtigkeit weiter durch, dann bedeutet 25 Prozent weniger Bezahlung heute, 30-40 Prozent weniger Rente für Frauen morgen.“

Die Website von IBWOMEN zur Kampagne finden Sie unter: http://obscenegap.org

Die Petition finden Sie unter: https://www.change.org/p/help-us-against-the-pay-gap-gender-ayúdanos-contra-la-brecha-salarial?recruiter=702065672&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink

Der TV-Spot ist bereits in Madrid ein großer Erfolg und hier einzusehen: https://www.youtube.com/watch?v=tjKJZAIz0yk&t=2s

Verantwortlich: Maria Jesus Alonso, IBWOMEN

Agentur: McCann Madrid

Creative Director: Mónica Moro

Art Director: Ander Mendívil, Ricardo Rovira, Manuel Arranz, Enrique Moreno

Berater/in: Marta Torrecillas, Elisa López

Produktionsfirma: Lee

Regisseur: Sega Y Fede